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	<title>Dachgärten für alle</title>
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	<pubDate>Sun, 01 Feb 2009 00:56:05 +0000</pubDate>
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		<title>Der Rabe Ralf, Zeitung der Grünen Liga: Dachgärten für alle</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 23:28:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silke</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Erholung auf Berliner Dächern statt im Park

Endlos lange Alleen voller Verkehr, große belebte Plätze und hier und da ein Einkaufszentrum
- so erleben viele tagtäglich die Berliner Innenstadt. Es mangelt einem in der Hauptstadt
nicht an Dienst- und Warenleistungen, doch was ist mit Gesundheit? Was ist mit Erholung in
der Natur, mit Durchatmen an frischer Luft? Zwar gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erholung auf Berliner Dächern statt im Park</strong></p>

<p>Endlos lange Alleen voller Verkehr, große belebte Plätze und hier und da ein Einkaufszentrum
- so erleben viele tagtäglich die Berliner Innenstadt. Es mangelt einem in der Hauptstadt
nicht an Dienst- und Warenleistungen, doch was ist mit Gesundheit? Was ist mit Erholung in
der Natur, mit Durchatmen an frischer Luft? Zwar gibt es Parks, doch sind diese oft
verdreckt und auf beruhigende Erholung und wohltuendes Alleinsein hofft man vergebens. Der
Trend in Großstädten ist eindeutig: Die Natur leidet und Grünflächen weichen allmählich
farblosen und gläsernen Fassaden.</p>

<p>Gegen diesen Trend setzt sich die Umweltaktivistin Silke Kolwitz ein. In ihrer Heimatstadt
Berlin möchte sie dafür sorgen, dass mehr Grünflächen entstehen, die für alle leicht
zugänglich sind und nebenbei auch zur Luftverbesserung dienen. Es sollen nicht nur neue
Parks gebaut oder die bereits bestehenden Parks besser gepflegt werden.</p>

<p>Kolwitz dachte sich: Wenn in der Großstadt schon alles voller Häuser ist, warum dann nicht
die Dachflächen eben dieser begrünen und für die Bewohner zugänglich machen? Immerhin rund
ein Drittel der horizontalen Fläche in Berlins Innenstadt machen die Dächer aus.</p>

<p>Für genau diese Sache gründete Silke Kolwitz den Verein &#8220;Dachgärten für alle!&#8221;. Er hat sich
zum Ziel gesetzt, den gemeinschaftlichen dachgarten als Wohnform für Mieter von Wohnungen in
der Großstadt anzupreisen und umsetzbare Konzepte für den Umbau von Dächern zu entwickeln.
&#8220;Der Gemeinschaftsdachgarten wäre der ideale Ort, um seine Nachbarn kennen zu lernen&#8221;, so
Kolwitz. &#8220;Während man die Sonne genießt, ist man viel aufgeschlossener und freundlicher
gestimmt, als wenn man im Hof den Mülleimer ausleert&#8221;, meint sie.
<strong>
Dachgärten nur für Reiche?</strong></p>

<p>Derzeit ist die Situation so, dass die meisten vorhandenen Dachgärten auf den Häusern in der
Stadt zu teuren Penthouse-Wohnungen gehören, also nur wenigen, wohlhabenden Leuten
zugänglich sind. Bewohner der unteren Etagen bekommen vor allem im Winter nur wenig Sonne in
ihre Wohnungen. Im Sommer ist es stickig in den Häuserschlichten und die Parks sind
überfüllt. Gerade hier wäre ein Dachgarten, den alle Nachbarn teilen, eine angenehme
Alternative für die wenigen wohlhabenden Berliner.</p>

<p>Mehr Dachgärten, die für alle Mieter eines Hauses zugänglich sind, hätten in der Tat einige
Vorteile in gesundheitlicher sozialer und umweltpolitischer Hinsicht.</p>

<p>Denn der Mensch braucht Sonnenlicht, im das wertvolle Vitamin D bilden zu können und geradein der Großstadt mangelt es vielen an gesunder Sonnenstrahlung. dies führt nicht selten zudepressiven Verstimmungen und Antriebslosigkeit bei vielen Großstädtern.</p>

<p><strong>Schöner Anblick:Grüne Großstadtdächer</strong></p>

<p>Um zu einer gesunden Dosis Soone zu kommen, auch bei wechselhaftem Wetter, wäre es von
großem Vorteil, wenn man &#8220;mal eben&#8221; aufs eigene Dach gehen und sich kurz sonnen könnte. Auch
bliebe man dort verschont vom hektischen Großstadtalltag, den der Spaziergang zum nächsten
Park mit sich brächte und könnte sich prima erholen. Auf dem Dach haben die Berliner
Weitblick und sind nicht von allen Seiten mit Mauern umgeben. Es ist dort ruhiger als in den
Häuserschluchten und das beengende gefühl, immer nur in einem riesigen Häusermeer
eingeschlossen zu sein, kann für einige Augenblicke vergessen werden. Auch lässt sich in
dieser freien Höhe ein Sonnenauf- und Untergang oder ein Sternenhimmel allein oder mit
Freunden wunderbar genießen. Für Städter sicher eine der angenehmsten Arten der Erholung.</p>

<p>Ein positiver Nebeneffekt eines zugänglichen dachgartens kann auch die Begegnung mit
Nachbarn sein. Eine Begegnung in entspannter, angenehmer Atmosphäre, in der man leichter ins
Gespräch kommt und eher Kontakte knüpft, als im treppenhaus oder im grauen Innenhof.
Vielleicht brächte dies ein gemeinschaftlicheres Wohnen mit sich und würde der tristen
Großstadtanonymität ein wenig entgegenwirken.</p>

<p>Begrünte Dächer tragen natürlich auch zur Luftverbesserung in Städten bei, da Pflanzen
Sauerstoff produzieren. Außerdem könnte eine mit Erde, Substrat und Pflanzen angelegte
Dachfläche als zusätzlicher Wasserspeicher dienen, wodurch weniger Regenwasser in die
Kanalisation gelangen würde. &#8220;Das kann den Hausbesitzern die Hälfte der Abwasserkosten
sparen&#8221;, meint Silke Kolwitz. Ein weiterer Vorteil für Häuser wäre eine erhöhte Wärmedämmung
durch die Erdschicht auf dem Dach. Hierdurch könnte Heizenergie gespart werden.</p>

<p>Zur Realisierung der Idee der &#8220;Dachgärten für alle!&#8221; müssten in erster Linie dieHauseigentümer von den Vorteilen überzeugt werden. Es müssten realisierbare Konzepte zumAus- und Umbau von Dächern vorgelegt werden.</p>

<p>Wohnungssuchende sollten gezielt bei Maklern und Hausverwaltungen nach Wohnungen mit
Gemeinschaftsdachgärten nachfragen. Ebenso sollten Wohnungseigentümer bei ihren
Hausversammlungen einen Dachgarten als neue Investition vorschlagen.</p>

<p>Ein weiterer Vorteil für Hausbesitzer wäre auch die steigende Attraktivität von Wohnungen der ujnteren Etagen. Denn auch wenn diese Wohnungen wenig bis keine Sonne abbekommen, würden Mieter möglicherweise eher einziehen, wenn sie die Möglichkeit haben, einen Dachgarten zu nutzen. Leerstand würde eher vermieden. Für den Hauseigentümer wäre die Anlage eines Dachgartens zwar eine größere Investition, doch eine, die sich aufgrund der Steigerung der Wohnqualität für die Mieter auszahlen würde.</p>

<p><strong>Dächernutzung im Visier der Wissenschaft</strong></p>

<p>Nicht nur Silke Kolwitz mit ihrem Dachgarten-Verein weist auf die Vorteile der Begrünung von Dachflächen hin. Ein internationales Forscherteam hat in der Fachzeitschrift Bioscience auf die Vorteile der Nutzung dieser großen Flächen hingewiesen und nennt die gleichen Argumente. Die Wissenschaftler sehen Dachgärten allerdings als größere gärtnerische Herausforderung an. Die Bedingungen für Pflanzenwachstum seien auf Dächern ungünstig, da Pflanzen dort teilweise starker Sonneneinstrahlung sowie abwechselnd extremer Trockenheit und Nässe ausgesetzt seien. Hohe Windgeschwindigkeiten tragen den Boden schneller ab und könnten den Pflanzen schaden. Es müssten für die Begrünung von Dachflächen geeignete Pflanzenarten gefunden werden, die unter härteren Bedingungen gedeihen können, so die Wissenschaftler. Auch das Kosten-Nutzen-Verhältnis müsse genau untersucht werden. Möglicherweise seien Dachgärten nicht das effektivste Mittel, die Umweltprobleme in Städten anzugehen. Zu den Vorteilen der Dachgärten für die Mieter verlieren die Forscher jedoch kein Wort.
Auch andere Experten aus Forschung und Wirtschaft beschäftigen sich mit dem Thema. In Berlin forscht die Technische Universität im Zusammenhang mit Dachphysik über Dachbegrünung. Auch die Fachhochschule in Neubrandenburg beschäftigt sich mit Dachgestaltung ebenso wie die Ufa-Fabrik Berlin. Die Firma Zinco aus Baden-Württemberg entwickelt integrierte Dachkonzepte für Solaranlagen und Dachbegrünung. Eine Nutzung von Dachflächen für Solaranlagen schließe die Nutzung als Grünfläche nicht aus, sondern könne dies sogar noch begünstigen. „Die Wirkung der Photovoltaik-Anlage wird durch die Kombination mit einer Dachbegrünung verbessert“, heißt es auf der Internetseite der Firma. Die Verdunstungskühlung durch die Pflanzen stelle eine günstig niedrige Umgebungstemperatur sicher.
Was können die Berliner tun, wenn sie sich einen Dachgarten auf ihrem Haus wünschen? Auf ihrer Internetseite hat Silke Kollwitz einen Musterbrief veröffentlicht, den man an seinen Vermieter bzw. Hauseigentümer senden kann. Schließlich ist er es, der überzeugt werden muss, um die Sache in Gang zu bringen. In dem Musterbrief sind alle Argumente übersichtlich zusammengefasst. Es müssen aber auch die Mieter abwägen, ob sie bereit sind, möglicherweise mehr Miete zu zahlen für die zusätzliche Nutzung eines Dachgartens und ob sie dessen Pflege auf sich nehmen wollen.</p>

<p><strong>Ingo Kirchhoff</strong></p>
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		<title>Interview Dachgärten für alle in THCene</title>
		<link>http://dachgaertenfueralle.de/presse/2007-07-09/interview-thcene/</link>
		<comments>http://dachgaertenfueralle.de/presse/2007-07-09/interview-thcene/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jul 2007 18:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<category><![CDATA[Grünes Klima]]></category>

		<category><![CDATA[Interview]]></category>

		<category><![CDATA[THCene]]></category>

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		<description><![CDATA[Betonschluchten und Concrete Jungle prägen das Stadtbild weltweit. In immer grösseren Städten gibt es immer weniger Grünflächen. Die &#8220;Grüne&#8221; Aktivistin Silke Kolwitz will zumindest in ihrer Heimatstadt Berlin diesen Trend umkehren und fordert &#8220;Dachgärten für alle!&#8221;

THCene: &#8220;Dachgärtenfüralle&#8221; hört sich nach blühenden Landschaften an, was  steckt dahinter?

Lustig das du die blühenden Landschaften erwähnst, von mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Betonschluchten und Concrete Jungle prägen das Stadtbild weltweit. In immer grösseren Städten gibt es immer weniger Grünflächen. Die &#8220;Grüne&#8221; Aktivistin Silke Kolwitz will zumindest in ihrer Heimatstadt Berlin diesen Trend umkehren und fordert &#8220;Dachgärten für alle!&#8221;</p>

<p><strong>THCene: &#8220;Dachgärtenfüralle&#8221; hört sich nach blühenden Landschaften an, was  steckt dahinter?</strong></p>

<p>Lustig das du die blühenden Landschaften erwähnst, von mir ist auch die Idee vom Grünen-Plakat mit dem Hanffeld und dem Spruch &#8220;Wir versprechen grüne Landschaften&#8221;. Früher zu Hausbesetzerzeiten habe ich auch in einem Haus gewohnt wo man aufs Dach konnte, aber leider wurden die Dachluken verschlossen. Mir ist es halt aufgestossen das sich in Berlin die Reichen in die obersten Geschosse einkaufen und sich dort Dachgärten und Dachterrassen leisten, während die anderen unten im Schatten darben. Da bekommt das Wort &#8220;Oberschicht&#8221; gleich eine ganz andere Bedeutung! Mir war es wichtig das die Hausgemeinschaft einen Ort bekommt sich zu treffen und zusammen die Sonne genießen, sozusagen gegen die Vereinsamung in der Stadt, kombiniert mit der ökologischen Seite der Stadtbegrünung zur Verbesserung der Luft. Denn so ein begrüntes Dach ist auch ein Staubfänger, 1 qm begrüntes Dach bindet ca 500g Staub im Jahr. Und ca. 1,5 qm erzeugen den Sauerstoffbedarf eines Menschen. Diese Zahlen habe ich von der ufa-Fabrik, die ihre Gründächer von der FH Neubrandenburg untersuchen läßt. Zudem fungiert ein Dachgarten auch als Isolierung des Hauses und schützt die Dachhaut, und soll sogar gegen die Strahlung von Handymasten helfen. Da sich immer weniger Menschen einen Urlaub leisten können, bei den ganzen Steuerlasten, wäre es doch schön wenn man Urlaub auf Balkonien durch Urlaub auf Dachgartien erweitern könnte!</p>

<p><strong>Sollen nur die Hausbewohner den Dachgarten benutzen können oder wären  das auch Nachbarschaftsgärten ? </strong></p>

<p>Zunächst einmal sollen es nur die Hausbewohner sein, damit sich eine Hausgemeinschaft bildet, sonst rennen ja alle gleich auf den ersten Dachgarten der entsteht. Aber wenn es auf allen Dächern Dachgärten gibt hat ja auch jeder einen. Zudem sollen öffentliche Gebäude mit Dachgärten versehen werden die dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind, Das wäre doch cool wenn man beim Arbeitsamt auf dem Dachgarten warten kann statt über Stunden das schöne Wetter zu verpassen. Meine Idealvorstellung ist natürlich das man wieder auf dem Dach um den Block gehen kann, so wie es zu Nachwendezeiten war.</p>

<p><strong>Wenn möchtest Du mit Deiner Aktion erreichen? </strong></p>

<p>Zunächst einmal soll sich die Idee im größeren Freundeskreis verbreiten oder beim einfachen Mieter, damit die Leute sich einen Gemeinschaftsdachgarten auf ihrem Haus als ideale Wohnform vorstellen können. Die Leute sollen dann auch bei der Wohnungssuche nach einem Gemeinschaftsdachgarten fragen und ihre Vermieter ansprechen. Dann möchte ich eine Petition an den Bundestag und eventuell an verschiedene Landtage stellen, Berlin und Hamburg als Stadtstaaten wären da die erste Wahl. Dann käme Sponsorensuche bei Dachgartenbaufirmen, denn Webseite und die Aufkleber die ich gemacht habe kosten natürlich einiges.</p>

<p><strong>Wie war bisher das Feedback? </strong></p>

<p>Manche Leute verstehen die Aktion nicht sofort und sagen, ja, ich kann  doch auch in den Park gehen.
Komischerweise habe ich bei Männern manchmal eher eine abwehrende Reaktion, da springt der Revierinstinkt an, die wollen dann eher den Dachgarten nur für sich. Für solche Leute müßte man wohl Dachgartencubicles schaffen, wo jeder Mieter sein eigenes Gebiet hat. Manche haben Befürchtungen das es zu laut wird oder das dann alle an der Tür im vierten Stock wo sie wohnen vorbeirennen wo es doch so schön ruhig war. Dabei sind Leute im Hof viel lauter, weil dort die Wände als Schalltrichter wirken. Aber insgesamt finden die Leute die Sache gut. Dadurch das ich mich bei urbanacker, einer Initiative für interkulturelle Gärten, verlinkt habe sind die Polyluxer auf die Aktion aufmerksam geworden und habe sie im Fernsehen gezeigt. Das war natürlich 1a Werbung, so seit ihr ja auch auf mich aufmerksam geworden. Meine Lieblingsreaktion wäre natürlich ein Plakat von Seyfried. Und natürlich sind auch alle anderen Künstler hiermit aufgerufen, Postkarten oder Plakate, allgemein Bilder zu malen! Beim Computerspiel &#8220;Sims&#8221; gab es auch schon einen Dachgartenbauwettbewerb.</p>

<p><strong>Berlin hat eine grosse Schrebergärtentradition, hier sollte Dein  Konzept eigentlich auf fruchtbaren Boden fallen. </strong></p>

<p>Tja, wäre schon toll wenn man für seinen Schrebergarten nicht mehr so weit rausfahren muß, sondern nur die Treppe raufgeht. Zudem muß die Idee ja vor allem bei den Hauseigentümern auf fruchtbaren Boden fallen, und da ist wahrscheinlich noch einiges an Überzeugungsarbeit und politischem Druck nötig. Und wahrscheinlich müssen jede Menge bürokratischer Hindernisse genommen werden.</p>

<p><strong>Haben die Regierenden des Rathauses der Stadt schon irgendwie reagiert? </strong></p>

<p>Ich habe sie noch nicht angesprochen, aber der Bürgermeister von Chicago hat sein Rathaus schon begrünt, warum nicht Wowi? Ein Berlin mit Dachgärten wäre doch even more sexy, oder?</p>

<p><strong>Als ich von Deinem Projekt hörte, ging die Fantasie mit mir durch! Anstatt nur schöne Blumenlandschaften und Erholungsoasen auf den Dächern zu schaffen, könnte man auch Nutzgärten mit Nahrungsmitteln anlegen. Die moderne, ökologische Landwirtschaft bietet da eine Reihe von umsetzbaren Methoden an. Spielt der Anbau von Lebensmitteln bei Dir eine Rolle? </strong></p>

<p>Wie gesagt, es ist wahrscheinlich zu wenig Platz, aber mal Kräuter, eine Tomatenpflanze oder wie ich letztens im Mieterecho gelesen habe Kartoffeln im Topf ziehen ginge schon. Ich stelle mir auch vor das da wo man aus dem Treppenhaus herauskommt vielleicht erst ein kleines Glashaus ist, wo man auch im Winter sitzen kann und die nicht winterharten Pflanzen unterstellt. Hanf müßte man wohl frühzeitig beschneiden damit er buschig wächst und am besten anbinden, denn auf dem Dach ist natürlich immer mächtig Wind, gerade jetzt mit der Klimakatastrophe.</p>

<p><strong>Es scheint als fehle der Mut zur Utopie in unserer Gesellschaft und in der Politik. Wir akzeptieren zwar das unglaubliche Leid in der Welt und die falsche Richtung die vor allem die Industrienationen eingeschlagen haben, trauen uns aber nicht auch mal an das Gegenteil und Veränderung zu glauben. Leute wie Du, sind da die Aussnahme und Grund zur Hoffnung. Wo nimmst Du die Energie her, eine Veränderung in Bewegung zu setzen? </strong></p>

<p>Tja, meine Energie kommt eigentlich aus der Krise. In dieser Zeit war mir Sonnenlicht als Antidepressivum sehr willkommen und so habe ich überlegt wie ich an diese Droge komme. Interessanterweise gibt es im Internet auch mehr Warnungen zu Sonnenlicht als Erwähnungen wie gesund Sonnenlicht ist, es grüßt die Sonnenmittelindustrie. Man sollte Sonne am Mittag meiden, schon die Inder sagten: &#8220;Only mad dogs and Englishmen go out in the midday sun.&#8221; Aber sonst hat Sonne jede Menge positiver Effekte, beugt Darmkrebs vor, hilft gegen Akne und Fußpilz und hält die innere Uhr auf Kurs. Empfehlen kann ich da als Quelle den Sonnenforscher Holick.</p>

<p><strong>Besonders Jugendliche scheinen im Grossstadtdschungel immer weiter zu verrohen, frustrierter und gewaltbereiter zu werden. Denkst Du das der Umgang mit lebenden Pflanzen und das Anlegen einer Dachgartenanlage eine positive Alternative, zum abhängen auf der Strasse und im Einkaufszentrum darstellen könnte? </strong></p>

<p>Auf jeden Fall. Ich stelle mir vor das die verschiedenen Generationen und Kulturen sich wieder auf dem Dach begegnen und eine soziale Gemeinschaft entsteht. Der flächendeckende Bau von Dachgärten würde natürlich auch jede Menge Beschäftigung schaffen, so gibt es wieder Ausbildungsplätze für Bauarbeiter und Landschaftsgärtner. Und auf so einem Dachgarten läßt sich bestimmt gut philosophieren für eine bessere Welt.</p>

<p><strong>Neben &#8220;Dachgärtenfüralle!&#8221; engagierst Du Dich auch politisch und setzt Dich für eine neue Drogenpolitik ein. Bitte erzähle uns etwas dazu. </strong></p>

<p>Mein Ansatz ist wie immer radikal, ich bin für eine Legalisierung aller Drogen und habe dazu auch Reden auf dem Hanfmove und der Hanfparade gehalten und diverse Pressemitteilungen verfasst. Denn ich glaube das eine Strafverfolgun einem Menschen, der ein Problem mit Sucht hat, nicht hilft, sondern die Situation nur prekärer macht. Sucht hat meistens ein tiefer liegendes Problem, was gelöst werden muß. Oft höre ich: Ja, der ist voll abgegangen auf Drogen, und dann kommt raus das ihn auch gerade die Freundin verlassen hat und er keine befriedigende Aufgabe hatte. Denn wie Freud sagte, Arbeit und Liebe sind die besten psychologischen Heilmittel. Wenn dies nicht möglich ist oder wenn der Drogenkonsument mit seinem regelmäßigen Konsum glücklich ist, wieso sollte er das ändern? Ein Forscher hat mal herausgefunden das ein Schuß Heroin wenn man es direkt importieren würde 50 Pfennig kosten würde, da gäbe es auch keine Beschaffungskriminalität. Und beim Kiffen muß eben jeder lernen, wieviel gut für ihn ist. Ich denke das gerade Jugendliche es wirklich schwer haben, Stichworte Jugendarbeitslosigkeit und Studiengebühren, und kann verstehen, das man sich dann lieber mit seiner Bong zurückzieht. Das ist auf die Dauer aber zu wenig, und wie man in Südamerika sieht ist ein politischer Umschwung auch möglich. Drogenpolitik war mir dann irgendwann zu wenig, und ich wollte einen Beitrag zur solidarischen Gesellschaft leisten. Ich habe mich erst viel mit Privatisierung beschäftigt. Und &#8220;Dachgärten für alle!&#8221; schien mir dann das Naheliegendste zu sein, im wahrsten Sinne des Wortes.</p>

<p><strong>Kannst Du Dir vorstellen, dass es auch mal möglich sein wird, dass auch Hanf im grossen Stil auf Berlins Dächern blüht, wächst und gedeiht? </strong></p>

<p>Ich kann mir das sehr gut vorstellen, habe von Bekannten gehört das so etwas schon praktiziert wurde. Erzeugen und konsumieren ohne große Wege, wenn das nicht ökologisch ist!</p>

<p><strong>Danke für das Gespräch.</strong></p>
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		</item>
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		<title>Dachgärten im Tip Magazin</title>
		<link>http://dachgaertenfueralle.de/presse/2006-07-31/dgtip-magazin/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 Jul 2006 15:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>silke</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

		<category><![CDATA[Tip]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlin Lexikon

Dachgarten, der &#60;Grünanlage auf Häusern&#62; Wer glaubt, mit innerstädtischen Sandstränden oder Campingplätzen sei das Potential neuer, metropoler Freizeit- und Erholungsflächen in Berlin erschöpft, irrt. Dennseit kurzem gibt es eine Initative, die die Dächer von Mietshäusern als naturnahe Tummelplätze erobern will. &#8220;achgärten für alle!&#8221; ist nicht nur der Name eines in Gründung befindlichen Berliner Vereins, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin Lexikon</p>

<p><strong>Dachgarten</strong>, der &lt;Grünanlage auf Häusern&gt; Wer glaubt, mit innerstädtischen Sandstränden oder Campingplätzen sei das Potential neuer, metropoler Freizeit- und Erholungsflächen in Berlin erschöpft, irrt. Dennseit kurzem gibt es eine Initative, die die Dächer von Mietshäusern als naturnahe Tummelplätze erobern will. &#8220;achgärten für alle!&#8221; ist nicht nur der Name eines in Gründung befindlichen Berliner Vereins, sondern auch das Programm. Kopf dieser Organisation ist Silke Kolwitz, 37, die einst als Hausbesetzerin in Friedrichshain den freien Zugang zu den Dächern einiger Berliner Altbauten lieben lernte. &#8220;Wegen der einheitlichen Traufhöhe gibt es dort oben praktisch keinen Schatten&#8221;, schwärmt sie. Um das Dachgartenwesen voranzutreiben, hat Sike Kolwitz nicht nur eine Webseite mit Ratschlägen rund um das Anlegen von Dachgärten erstellen lassen. Sie hält dort auch einen mit Herzblut verfassten Briefvordruck zum Herunterladen bereit, der Hauseigentümer erweichen soll, die Dächer zum Nutzen und Wohle der Mieter endlich zu begrünen.</p>
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		<item>
		<title>Pressemitteilung Dachgärten für Alle!</title>
		<link>http://dachgaertenfueralle.de/presse/2005-03-03/dachgaerten-fuer-alle/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2005 22:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt statt „reclaim the streets!“, „reclaim the roof!“

Winter in Städten sind hart, weil die Leute in den tiefer gelegenen Wohnungen keine Sonne bekommen, da die Sonne tiefer steht. Darum wäre es schön, wenn alle Bewohner eines Hauses Zugang zum Dach bekämen. Hier müssten Bauvorschriften geändert werden und vielleicht eine steuerliche Begünstigung für Dachgärten zur gemeinsamen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt statt „reclaim the streets!“, „reclaim the roof!“</p>

<p>Winter in Städten sind hart, weil die Leute in den tiefer gelegenen Wohnungen keine Sonne bekommen, da die Sonne tiefer steht. Darum wäre es schön, wenn alle Bewohner eines Hauses Zugang zum Dach bekämen. Hier müssten Bauvorschriften geändert werden und vielleicht eine steuerliche Begünstigung für Dachgärten zur gemeinsamen Nutzung aller Mieter eines Hauses stattfinden. Jeder könnte ohne großen Aufwand eine antidepressive Lichttherapie machen, ein Beitrag zur Volksgesundheit!</p>

<p>Leider gibt es den unheilvollen Trend, dass Dachgeschosswohnungen ausgebaut werden und an reiche Leute vermietet werden. Nur für eine Elite zugängliche Dächer müssten mit einer Luxussteuer belegt werden. Aber warum sollen die armen Reichen sich in Dachgeschosswohnungungen im Sommer einen abschwitzen? Es wäre doch viel schöner, wenn alle Nachbarn sich auf dem Dach treffen könnten, um zu lesen und gemeinsam Tee zu trinken. Zu Sylvester könnten alle aufs Dach und den Ausblick genießen, und sich gegenseitig zuprosten.</p>

<p>Es müsste eine abschließbare Dachluke geben, für die alle Bewohner eines Hauses einen Schlüssel haben. Jeder hätte damit wirklich den nächsten Naherholungsraum. Für das Klima der Stadt wären Dachgärten eine Verbesserung. Zudem ist ein richtiger Dachgarten, sofern er denn von der Statik her möglich ist, eine gute Isolation für das Haus und senkt die Heizkosten. Schön wäre es auch, wenn man mal wieder auf Dächern rund um den Block gehen könnte. Für die Vermieter wäre es von Vorteil, einen Dachgarten anbieten zu können, um auch unbeliebte Erdgeschosswohnungen los zu werden. Der Wert aller Wohnungen würde mit einem Dachgarten steigen. Laute Musik sollte untersagt sein, man kann auch in aller Ruhe den Sonnenuntergang genießen (oder Aufgang). Damit die demokratisierte Wohnwelt Wirklichkeit wird, soll eine Kampagne gestartet werden: alle, die daran teilnehmen, sollen einen Brief oder wenigsten eine Postkarte an ihren Vermieter schicken. Dafür soll eine Postkarte gestaltet werden.</p>

<p>Möglichst nicht fotorealistisch, das regt die Fantasie an…</p>

<p>Daher schreiben wir hiermit einen Wettbewerb aus für die schönste Postkarte. Der Gewinn sind Karmapluspunkte! Bitte an <a href="&lt;?php echo antispambot('mailto:info@dachgaertenfueralle.de'); ?&gt;"></a> senden.</p>
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