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Dachgärten für alle!

Jeder soll das Recht haben, sein Dach zu nutzen!

Der Sommer in der Stadt kann hart sein: Die Hitze staut sich in der geschlossenen Architektur, in den Straßen weht kaum ein Wind. Wäre es da nicht schön, wenn man den Sonnenuntergang und Abend bei einer kühlen Brise auf dem hauseigenen Dach genießen könnte? Auch der Winter in der Stadt ist für viele hart: Die unteren Etagen erreicht kaum ein Sonnenstrahl. Wäre es da nicht schön, wenn alle Bewohner eines Hauses Zugang zum Dach hätten?

Welche Vorteile hat ein Gemeinschafts-Dachgarten?

Für die Mieter

  • Mehr Licht, mehr Sonne, mehr Gesundheit: Sonnenschein hebt die Stimmung, macht aktiver und beugt Krankheiten vor. Dagegen führt Tageslichtmangel bei Großstädtern nachweislich vermehrt zu Depressionen und einer Verschiebung des Tagesrhythmus.
  • Treffpunkt Dach: Ein Dachgarten ist ein idealer Treffpunkt für alle Hausbewohner. Aus einzelnen Mietparteien wird so eine Mietergemeinschaft.
  • Alternative zum Innenhof: Im Gegensatz zu den meist beengten Innenhöfen (Fahrräder, Mülltonen), wo die umgebenden Mauern zudem als Schalltrichter wirken, ist die Akustik auf dem Dach viel günstiger. Auf dem Dach kann man wieder Weite um sich spüren und den Horizont sehen.
  • Klimaschutz und -verbesserung: Das Dach wird zum nächstgelegenen Naherholungsraum, Wege zu Parks oder Plätzen, um sich mal in die Sonne zu setzen, entfallen. Für das Klima der Stadt sind Dachgärten eine Verbesserung, da eine zusätzliche Grünfläche entsteht, die Sauerstoff produziert, Staub filtert und Wasser speichert und wieder abgibt.

Für die Hauseigentümer

  • Weniger Abwasserkosten: Ein Dachgarten reduziert die versiegelte Fläche und damit die Abwassergebühren.
  • Aufwertung der Immobilie: Der Wohnwert aller Wohnungen wird mit einem Dachgarten steigen, insbesondere die tiefer gelegenen Wohnungen werden durch den Zugang zum Dachgarten aufgewertet.
  • Bessere Verteilung der Kosten: Derzeit ist es Standard, dass Dachgeschosse ausgebaut und an Gutverdienende vermietet werden. Obgleich die Mieten in den Dachgeschoss-Wohnungen deutlich über dem Durchschnitt liegen, sind die klimatischen Verhältnisse meist keineswegs befriedigend: zu warm im Sommer, zu kalt im Winter, mit vielen Außenwänden ist Dämmung kaum zu gewährleisten. Von einem Gemeinschafts-Dachgarten profitieren alle Mieter, die Kosten können auf alle umgelegt werden.
  • Senkung der Heizkosten: Ein Dachgarten dämmt das Dach besser und hilft, die Heizkosten zu senken.

Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden?

  • Dächer müssen tragfähig gemacht und mit umlaufenden Geländern gesichert werden.
  • Bauverordnungen müssen für Gemeinschafts-Dachgärten vereinfacht werden.
  • Kommunen müssen als Vorbild fungieren und öffentliche Gebäude vermehrt mit Dachgärten ausgestattet werden, die dann für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
  • Gängige Lärmschutzverordnungen müssen auch für das Dach gelten, damit Bewohner von oberen Geschossen nicht belästigt werden.
  • Steuerliche Begünstigungen für gemeinschaftlich genutzte Dachgärten müssen geschaffen werden.

Positive Effekte

  • Die Erschließung des Daches als Lebensraum schafft Impulse für die Bauindustrie.
  • Dachgarten-Know-How kann in andere Metropolen exportiert werden.
  • Eine Stadt mit vielen Dachgärten ist attraktiver für den Tourismus.

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